Veröffentlicht in Wege zum eTeacher

Unterrichten auf: LingQ.com

Die Sprachlernplattform LingQ.com wurde 2007 von Steve Kaufmann und seinem Sohn Mark gegründet. Hier haben Nutzer*innen die Möglichkeit mit Hilfe von einer Vielzahl an Lektionen, die aus Audiodateien und zugehörigen Transkriptionen bestehen, ihre Sprachfähigkeiten im Selbststudium zu verbessern. Darüber hinaus kann man auch eigene Inhalte auf die Plattform importieren und dann die Lerntools auf diese anwenden. Steve Kaufmann selbst hat mit dieser Methode über ein Dutzend Sprachen mehr oder weniger fließend gelernt.

Momentan bietet LingQ seine Dienste für 17 Sprachen an. Außerdem befinden sich weitere 15 Sprachen in der Betaphase. Wie so eine typische Lektion aussieht, siehst Du hier:

Lingq Aufgabe
Beispiel für eine Lektion

Zusätzlich bietet die Seite ihren Nutzer*innen die Option des Unterrichtens. Man benötigt hierfür keinerlei Zertifikate oder andere Nachweise. Ein LingQ-Tutor*in kann demnach mit einem Community-Tutor*in auf Italki verglichen werden. Interessenten müssen nur in ihrem Profil auf die „Tutoring Settings“ gehen und diese ausfüllen, d.h. Sprache(n), Preis pro Stunde, evtl. Rabatte, Vorstellungsvideo und Stundenplan. Ein Feature, das Italki nicht bietet, ist das bezahlte Korrekturlesen von Texten.

lingq-tutor
Einstellungen für Tutoren

Ein großer Pluspunkt auf dieser Plattform ist, dass es wirklich nur sehr wenige Deutschtutoren und -tutorinnen gibt und damit auch wenig Konkurrenz. Allerdings sollte man beachten, dass die Lektionen der Hauptfokus auf der Seite sind. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass auch nicht sehr viele Nutzer*innen das Tutoringfeature wahrnehmen könnten.

Hast Du schon Lingq.com genutzt? Wenn ja, wie hat es Dir bisher gefallen? Wenn nicht, würdest Du es einmal ausprobieren wollen?

Veröffentlicht in Wege zum eTeacher

Unterrichten auf: Italki.com

Mit mehr als fünf Millionen Sprachlerner*innen und mehr als 10.000 Lehrkräften in über 130 Sprachen ist Italki.com aus Hong Kong die wohl größte Online-Sprachlernplattform im Netz. Nachdem ich andere Webseiten wie Livemocha oder Verbling auf der Suche nach Tandempartnern und Sprachlehrer*innen abgeklappert hatte, bin ich schließlich auf Italki gestoßen. Auf Anhieb hat mir die riesengroße Auswahl an potenziellen Sprachpartnern gefallen. Nicht nur das! Endlich konnte ich auch britisches Englisch lernen, da man, im Gegensatz zu anderen Seiten, hier auch aus einer Vielzahl an britischen Lehrer*innen wählen kann und nicht nur auf amerikanische Muttersprachler angewiesen ist.

Italki bietet Interessenten zwei Möglichkeiten auf ihrer Seite als Lehrkraft tätig zu sein:

1. Community-Lehrkraft

Voraussetzungen:

  • Muttersprachler*in oder sehr hohes Sprachniveau vorhanden
  • Leidenschaft für die zu unterrichtende Sprache
  • Spaß am Umgang mit Menschen
  • Computer, Skype-Konto & Mikrofon

Da Italki auf einem Bewertungssystem (1 bis 5 Sterne) basiert, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass Lehrkräfte, die diese Kriterien nicht erfüllen, nach zu vielen schlechten Bewertungen von Schüler*innen, gelöscht/entlassen werden. Allerdings ist mir aufgefallen, dass Lernenende (und ich selbst auch) generell immer höflich fünf Sterne, also die beste Note, vergeben. Somit gibt es auch momentan sehr viele Community-Lehrkräfte, wobei viele auch seit Monaten inaktiv sind und von den Seitenbetreibern nicht gelöscht werden.

2. Professionelle Lehrkraft

Voraussetzungen:

  • Nachweis über Berechtigung zum professionellen Unterrichten z. B. Studienabschluss in DaF/DaZ oder Zertfikat des Goethe-Instituts
  • Leidenschaft für die zu unterrichtende Sprache
  • Spaß am Umgang mit Menschen
  • Computer, Skype-Konto & Mikrofon
  • Unterrichtsvor-/-nachbereitung
  • Lernpläne erstellen können
  • sonstige Tätigkeiten einer professionellen Lehrkraft ausüben zu können

Wer eine professionelle Lehrkraft auf Italki werden möchte, der*die muss dementsprechend nachweisen können, dass er*sie dazu berechtigt ist. Zeugnisse und Zertifikate müssen dann bei der Bewerbung hochgeladen werden. Sie werden später auch im Profil als Referenz angezeigt, jedoch können die Seitennutzer sich nicht tatsächlich diese Dokumente angucken. Auf dem Profil steht dann einfach nur „Dokument hochgeladen“. Im Gegensatz zu Tutor*innen müssen Lehrkräfte ihren Lebenslauf mit einreichen, der dann ebenfalls auf ihrem Profil angegeben wird. Dieser umfasst „Arbeitserfahrung“, „Bildung“ und „Zertifikate“.

Bei beiden Lehrarten müssen sowohl ein Vorstellungsvideo, als auch ein Text eingereicht werden. In dem Text hat man die Möglichkeit sich und seine Unterrichtsmethoden noch einmal schriftlich zu präsentieren. Hier könnte es hilfreich sein, sich ein Dutzend anderer Profile anzuschauen und sich für die Videogestaltung und Texterstellung inspirieren zu lassen. Darüber hinaus ist es auch nicht verkehrt selbst Unterrichtsstunden bei verschiedenen Lehrkräften zu nehmen. Auf diese Weise kannst Du dir am besten ein Bild über den Unterrichtsablauf und vor allem die Voraussetzungen machen.

Wenn Dir diese Plattform aus irgendeinem Grund nicht gefallen sollte, gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten im Internet Deutsch zu unterrichten. Im nächsten Beitrag werde ich deshalb noch eine weitere Plattform vorstellen.